Digitalisierung - wie bleiben deutsche Unternehmen auch in Zukunft vorn? Ein 8-Punkte-Programm

Die digitale Transformation in deutschen Unternehmen erreicht zunehmend den Mittelstand. Was können Unternehmen tun, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Stabiles Bestandsgeschäft als Voraussetzung
Alternativen zum digitalen Wandel gibt es keine. Je nach Branche kommt er früher oder später und kann als Chance oder Risiko wahrgenommen werden Ein stabiles Bestandgeschäft ist zwingend erforderlich, um ausreichend Spielräume für den Digitalisierungsprozess und für die hierfür notwendigen Innovationen zu schaffen.

Geschäftsprozesse und Abläufe anpassen
Die einzelnen Bereiche und Abläufe des Unternehmens sollten auf ihre Digitalisierungspotenziale hin analysiert werden. Typische Beispiele für die Umsetzung sind automatisierte Geschäftsprozesse oder neue CRM-Werkzeuge. Gerade in Deutschland als Industriestandort liegen dabei auch Themen wie die Automatisierung im Bereich der Produktion (Stichwort Industrie 4.0) und die Kompensation des Fachkräftemangels voll im Trend.

Digitale Geschäftsmodelle entwickeln
Die digitalen Komponenten der Geschäftsmodelle werden immer entscheidender für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit. Dazu müssen in den Unternehmen eingefahrene Muster überwunden werden und Kundennutzen neu gedacht werden. Zukünftiges Wachstum wird weiterhin über neue und innovative Produkte generiert, deren Ausprägung sich aber zunehmend am Wert für den Kunden orientiert.

Der Mensch steht im Mittelpunkt
Obwohl Schlagworte wie KI und Dark Factory das Gegenteil suggerieren: Bei allen Veränderungsprozessen steht der Mensch im Mittelpunkt: Ob als Anwender von digitaler Technologie (Stichwort: User Experience) oder als Entwickler, der mit Kreativität und ausgeprägtem Willen die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle vorantreibt. Hinzu kommen neue Arbeitswelten, in denen Home-Office und virtuelle Meetings zur Normalität werden.

Neue Konstellationen entstehen
Viele Unternehmen gehen Kooperationen mit Start-ups ein oder gründen selber welche. Dabei werden sie mit neuen Denk- und Arbeitsweisen konfrontiert, aber auch mit einem neuen Geist von Unternehmertum. Das möglichst frühzeitige Erkennen von Trends, das schnellere Umsetzen von kleinen Einzelschritten und die konsequente Konzentration auf den Kundennutzenstehen hier im Vordergrund.

Die Nutzung von Daten wird zunehmend relevant
Neue Wertschöpfungspotenziale entstehen bei der Nutzung von Daten und Services, die auf diesen Daten aufsetzen. Hierdurch entstehen Produkte mit erweiterten Eigenschaften (Stichwort: Smart Products) und die Vernetzung der Daten führt zu einem umfassenden Netzwerk von Informationen (Stichwort: IoT Internet of Things)

Plattformen verändern die Marktzugänge
Plattformen treten in vielen Bereichen und Branchen in die angestammten Kundenbeziehungen ein. Dies kann für die betroffenen Anbieter eine radikale Veränderung Ihrer Absatzwege bedeuten (Stichwort: disruptiver Wandel). Die Fähigkeit sich auch im Wettbewerb auf digitalen Plattformen zu behaupten wird dann entscheidend.
 

Technik und Infrastruktur müssen verfügbar sein
Die Grundvoraussetzung, um an diesen Entwicklungen teilnehmen zu können ist die Verfügbarkeit von entsprechender Infrastruktur und Technologie. Hierbei geht es vor allem um leistungsfähige Hardware (Stichwort: Cloud-Solutions vs. lokale Server), flächendeckende und schnelle Datennetze sowie um Aspekte der Sicherheit, wie sichere Identitäten und Schutz der Daten vor Missbrauch.